Sind Einstellbare Hypotheken Gut Oder Schlecht?

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Anpassbare Hypotheken können für Hausbesitzer von Vorteil sein, die einen Verkauf planen, bevor der Zinssatz signifikant steigt.

Hypotheken mit variabler Verzinsung können gut oder schlecht sein. In Wirklichkeit hängt alles von den individuellen Umständen und dem ab, was der Investor versucht, aus der Situation herauszukommen. Auch wirtschaftliche Faktoren spielen eine entscheidende Rolle. Während der Immobilienkrise, die im späten 2007 begann, verloren variabel verzinsliche Hypotheken an Attraktivität, als sich viele Hausbesitzer die steigenden Zinsen nicht leisten konnten und ihre Häuser verloren. Wenn sich die Immobilienmärkte jedoch verbessern, werden Hypotheken mit variabler Verzinsung eine rentablere Option.

Zinsanpassbare versus festverzinsliche Hypotheken

Bei einer Festhypothek stimmt der Käufer einem Zins- und Tilgungsplan zu, der über die Laufzeit des Darlehens konstant bleibt. Eine garantierte Zahlungsstruktur bietet Hausbesitzern zusätzliche Sicherheit und Stabilität, da sie wissen, dass künftige Zahlungen nicht plötzlich zunehmen oder abnehmen werden. Bei einer Hypothek mit variablem Zinssatz stimmt der Käufer einer Hypothek mit einem Zinssatz zu, der zu Beginn zwar niedrig ist, aber mit der Zeit ansteigen kann. Der Zinssatz eines herkömmlichen ARM wird in der Regel von Anfang an jährlich zurückgesetzt. Hybrid-ARMS sind jedoch auch verfügbar, wenn die Rücksetzung nach drei, fünf, sieben oder sogar 10-Jahren erfolgt. In einem Fünfjahres-ARM hat der Käufer beispielsweise in den ersten fünf Jahren einen niedrigen Einführungszinssatz, der sich danach jährlich ändert.

Vorteile von einstellbaren Hypotheken

Anpassbare Hypotheken sind in der Regel für Käufer sehr attraktiv, da die Anfangszinsen im Vergleich zu festverzinslichen Alternativen niedrig sind. Da Käufer in der Lage sind, Geld zu sparen, können sie oft ein Haus kaufen, dessen Preis höher ist als der eines festverzinslichen Kredits. Ein weiterer Vorteil von variabel verzinslichen Hypotheken ist die Möglichkeit, sinkende Zinssätze zu nutzen, ohne die zusätzlichen Kosten der Refinanzierung zu verursachen. Eine Situation, in der eine anpassbare Hypothek besonders gut funktioniert, ist, wenn der Hausbesitzer nicht vorhat, das Haus länger als ein paar Jahre zu behalten. Ein Hausbesitzer, der nur zwei oder drei Jahre in einem Haus bleiben möchte, kann einen dreijährigen einstellbaren ARM erhalten, der es ihm ermöglicht, von einem niedrigen Zinssatz zu profitieren, ohne sich um eine Erhöhung sorgen zu müssen.

Nachteile von einstellbaren Hypotheken

Ein Hauptproblem bei variabel verzinslichen Hypotheken ist die Tatsache, dass die Zinssätze im Laufe des gesamten Kredits erheblich steigen können. Wenn die durchschnittlichen Zinssätze stark ansteigen, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die anfänglichen 5-Prozent- oder 6-Prozent-Zinssätze im Laufe der Zeit mehr als verdoppeln. Obwohl einige Kredite eine Obergrenze für Zinserhöhungen haben, kann die erste Erhöhung von dieser Obergrenze ausgenommen sein. Diese Faktoren erschweren vielen Hausbesitzern die Vorausplanung und viele verlieren ihr Zuhause, wenn sie sich die drastisch erhöhten Zahlungen nicht leisten können.

Refinanzierungsoptionen

Das Refinanzierungspotenzial ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Ein Hausbesitzer kann möglicherweise eine Hypothek mit variablem Zinssatz in eine Hypothek mit festem Zinssatz umwandeln, wenn sich die ARM-Bedingungen im Laufe der Zeit als unerwünscht herausstellen. Die Umstellungskosten können jedoch sehr hoch sein, und nicht alle Darlehen sind förderfähig. Bei der Refinanzierung muss der Hausbesitzer häufig Originierungsgebühren, Anmeldegebühren, Bearbeitungsgebühren, Abrechnungsgebühren, Bewertungsgebühren, Kosten für die Titelsuche und Gebühren für die Eigentumsversicherung zahlen. Diese Kosten können die Refinanzierung unpraktisch machen.